Sich aktiv mit den Chancen und Risiken des Klimawandels auseinanderzusetzen ist eine Jahrhundertaufgabe, die neben einer erheblichen Senkung des Energiebedarfs nur durch den Ausbau erneuerbarer und durch die Reduktion konventioneller Energieträger zu lösen ist.
In der Sitzung des Kommunalen ServiceVerbundes Eisenberg am 12. Oktober 2009 haben sich die Bürgermeister für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes ausgesprochen.
Ziel eines integrierten Klimaschutzkonzeptes ist es, konkrete Projekte und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu realisieren. Dabei wird der Aktionsplan mit jeder Kommune einzeln abgestimmt. Es ist besonders wichtig, bereits vorhandene Aktivitäten und begonnene Einzelprojekte in einem Gesamtkonzept einzubinden.
Weiterhin haben die sieben Bürgermeister des Kommunalen ServiceVerbundes Eisenberg geschlossen die Charta "Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz" in einer zentralen Veranstaltung am 7. Dezember 2009 in der Korbacher Stadthalle unterzeichnet. (Den Wortlaut der Charta finden Sie HIER als PDF-Datei.)
Umrahmt wurde diese Veranstaltung durch eine gemeinsam vom Kommunalen ServiceVerbund Eisenberg, dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie und der Universität Kassel veranstaltete Sondervorlesung der Kinder-Uni, die sich unter dem Motto „Oh wie schön ist Tuvalu!“ mit dem Thema Klimaschutz befasste. In der vom Fachzentrum Klimawandel Hessen und dem Kommunalen ServiceVerbund Eisenberg organisierten Veranstaltung ging es nicht nur um die Folgen der globalen Erwärmung in Tuvalu, sondern auch um die umfangreichen Maßnahmenpakete zur Erfüllung der nationalen und internationalen CO2-Minderungsziele in Hessen. Mit der Vorlesung stellten sich die Veranstalter der Frage, wie sich Kinder unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit diesem Thema nähern.
Energiegipfel der Kommunen des Kommunalen ServiceVerbundes Eisenberg
Die Erarbeitung von Rahmenbedingung für eine Zusammenarbeit im energiepolitischen Bereich war eines der Hauptthemen auf dem Energiegipfel der Kommunen des Kommunalen ServiceVerbundes Eisenberg in Dorfitter. Einig waren sich die Bürgermeister aus Diemelsee, Korbach, Lichtenfels, Medebach, Vöhl, Waldeck und Willingen, dass das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2050 in Hessen 100 % der Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, nur gemeinsam erreicht werden kann.
Regierungspräsident Dr. Walter Lübke informierte die Bürgermeister, Vertreter der von den Kommunen beauftragten Planungsbüros und die Sachbearbeiter aus den sieben Städten und Gemeinden über die strategisch-politische Ausrichtung der Landesregierung in Bezug auf die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region. Der für die regionalplanerische Umsetzung des Windenergiekonzeptes zuständige Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Kassel, Wolfgang Kaivers, zeigte auf, dass gemäß Beschluss der Landesregierung, für die Regionalplanung gefordert sei, 2% der Landesflächen als Vorranggebiete für Windenergieanlagen auszuweisen. Dies bedeute eine Anhebung der Vorranggebiete von ursprünglich 2.400 ha auf 16.500 ha.
Die energiepolitische Zielrichtung der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) sowie der neugegründeten Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH (VEW) stellte der Geschäftsführer beider Gesellschaften, Stefan Schaller, vor.
Nachdem die Bürgermeister den Bestand, die Planung und die Umsetzung von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien in ihren jeweiligen Städten und Gemeinden vorgestellten hatten, wurde intensiv über die Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet diskutiert.
Moderiert wurde die Veranstaltung durch Dipl.-Ing. Detlef Schmidt vom Büro für Freiraum und Landschaftsplanung, Grebenstein.
Es bedürfe noch enormer Kraftanstrengungen bis die Pläne der Landesregierung zur Energieversorgung Wirklichkeit werden könnten, so das Resümee der Bürgermeister. Ein langer, schwieriger Weg, der sich gemeinsam besser bewältigen lasse.
Berichterstattung in der Presse (PDF-Datei)
