Die BNK Deutschland hat im Februar 2012 eine „Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“ in Nordhessen und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen beantragt. Auch die Städte und Gemeinden des Kommunalen ServiceVerbundes Eisenberg liegen in dem beantragten Aufsuchungsfeld. Die Erkundung und Aufsuchung von unkonventionellen Lagerstätten werden wegen möglicher Umweltauswirkungen sehr kontrovers diskutiert. Besorgnisse bestehen insbesondere wegen des Einsatzes von Chemikalien als Zusatzstoffe beim sogenannten Fracking. Die Umweltauswirkungen hierdurch können vielfältig sein. In Betracht kommen zum Beispiel nachteilige Auswirkungen auf das Grundwasser durch das verwendete Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien. Beim Fracking finden horizontale Bohrungen, zum Teil über mehrere Kilometer hinweg, statt. Das bedeutet, dass die Bohrung in der einen Gemeinde stattfindet, sich aber auch negative Auswirkungen auf benachbarte Gemeinden ergeben können.
Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden Diemelsee, Korbach, Lichtenfels, Medebach, Vöhl, Waldeck und Willingen haben sich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt und eine gemeinsame Resolution zur Erdgasfördermethode Fracking verfasst. Damit fordert der Verbund in verantwortungsvoller Voraussicht die Bundesregierung, das Land Hessen sowie das Land Nordrhein-Westfalen auf, die geologische Aufsuchung und Förderung von Erdgas durch das sogenannte Fracking so lange zu verbieten, bis die Umweltverträglichkeit und die gesundheitliche Unbedenklichkeit dieses hydraulischen Verfahrens wissenschaftlich erwiesen wird.
Berichterstattung in der örtlichen Presse (PDF-Dateien): WLZ / HNA
